Benutzerdefinierte Suche

Wunder und Glaubensgeschichten: Der Tag des Seins

Der Tag des Seins

 

Einst schweifte ich umher,

begleitet von unerfüllten Gedanken

und dem Glauben an die wahre Begebenheit,

die mich vermochte mit neuem Leben,

innerer Ausgeglichenheit

und lang ersehntem Frieden zu erfüllen. 

 

Meine Gefühle waren gegenwärtig, manchmal schier unerträglich

und verloren sich dann wieder in gähnender Leere

und unerträglicher Sehnsucht,

der quälenden Sehnsucht, eines Tages meinesgleichen zu finden,

der mich erreichen konnte.      

Wundergeschichten Glaubensgeschichten

Oftmals glaubte ich nicht daran,

jemals wieder wahre Zuneigung empfinden zu können,

glaubte mich scheinbar emotionslos,

strafte mich oft selbst in der Eigenempfindung,

mein Körper und Geist seien eine unabdingbare Gegebenheit,

nur für andere sichtbar,

um jeden Tag in dem trostlosen Kommen und Gehen zu vergehen

einzig in dieser Leere kalt wie Eis. 

 

Verlassen von Gott und meinem Glauben

sah ich mich im Tal einer niemals endenden Verdammnis,

auf ewig ein Suchender in der Dunkelheit zu verbleiben.

Ein verzweifelnd Suchender

nach dem wahren SEIN der Gefühle mit dem Willen,

sie zuzulassen und zu wollen, denn ich wollte sie nicht,

glaubte sie trostlos verloren in mir

so wie ich mich von Gott verlassen glaubte. 

 

Betäubt vom Zorn, der mich dann heimsuchte,

war mir bestimmt ein hartes Los.

Ich sah mich selbst im verbissenen Kampf,

den pulsierenden, ruhelosen Körper und Geist

kämpfen gegen sich selbst,

wie er keine Ruhe fand am Tag und in der Nacht

orientierungslos umherirrend in ewiger Finsternis

und sich diesem Fluche verschrieb bis zur Erschöpfung.

 

Einzig er vermochte zu bändigen

das unerträgliche Aufbäumen meiner Seele

wenigstens für kurze Zeit

und dem Alltag die Stirn zu bieten.

Das war die Antwort auf das harte Los,

das ich mir selbst beschert hatte. 

 

Doch meine Seele fand keine Ruhe.

Ich glaubte mich von Gott verlassen.

Gedanken wanderten ihrer Wege,

sahen vor sich einzig

das Bildnis der WAHREN Begebenheit,

nach der ich mich sehnte,

um zu neuem Leben zurück zu finden. 

 

Heute weiß ich, er war stets an meiner Seite.

So sehr wie ich mich verlassen fühlte

hat er mich behütet in meiner schwersten Zeit:

der allmächtige Gott in seiner Güte und Weisheit. 

 

Wie schön es jetzt ist nach langer Zeit,

beinahe vergessen und in weiter Ferne,

nun wieder mit Leben erfüllt zu sein,

sich aufgewühlt und ruhelos

in wundervollen Emotionen zu wiegen,

begleitet von Ruhe und Frieden,

Aufregung und wandernden Gedanken,

in einer anderen Welt zu schweben

fern von den ganzen Sorgen des Alltags

und gleichzeitig am Fuße eines neuen Lebens

und trotzdem ICH SELBST zu sein,

bewusst über meine Gefühle

und nicht verloren auf einer Wolke zu schweben,

vergänglich, völlig fern der Realität,

denn es ist anders, intensiver, tiefer

und doch so ruhend und erfüllend.

 

Dieses Gefühl der Zuneigung,

das ich in mir verloren glaubte

und dass ich dank der Güte

und Weisheit Gottes wieder gefunden habe:

das Leben… 

 

Und selbst wenn ich auch heute Nacht

keine Ruhe finde,

so weiß ich,

wird mir dies immer wieder neues Leben schenken,

denn ich sehe ihn ganz deutlich vor mir:

den allmächtigen Gott,

der in meinem Herzen wohnt. 

Bewusst über die Endlichkeit des Seins

und die Vergänglichkeit der Gefühle,

ist mir das Eine dennoch klar:

diesen Tag kann mir keiner nehmen,

und ein Tag kann manchmal wertvoller sein

als ein ganzes Leben hinter mir.... 

 

Und Jesus sprach: in Überwindung des Todes bin ich auferstanden und brachte das Licht des Lebens.

Auch Du wirst im Glanze eines neuen Lebens erstrahlen, auch wenn Du Deine Seele zuvor tot glaubtest …

 

© Donitatis - Autor: Elisabeth Reuter

____________________________________________________________________________________

Diese Geschichte kann ohne Einschränkung für nicht-öffentliche Zwecke genutzt werden. Veröffentlichungen auf anderen Webseiten bedürfen unserer Zustimmung.