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Geschenkideen Heiligabend Weihnachtsgeschenke online

Geschenke an Heiligabend zu Weihnachten: Eine kleine Weihnachtsgeschichte, die das Leben verändert

Die traditionelle Bescherung zur stillen Zeit am Heiligen Abend ist ein wundervoller Moment des Weihnachtsfestes im Bunde der Familie und Angehörigen. Bei einem festlichen Essen genießt man bewusst die gemeinsame Zeit, die Gespräche und die Vorfreude auf die Weihnachtsgeschenke unter dem Christbaum. Insbesondere Kinder warten an jedem Heiligen Abend ungeduldig und voller Aufregung auf den großen Augenblick der Bescherung.

Betrachten wir den Ursprung dieses Brauches, so vollzieht sich die Bescherung an jedem Jahr zu Weihnachten vor allem in ewigem Gedenken an den Tag der Geburt von Jesus Christus, der den Menschen die Erlösung als Geschenk für die Ewigkeit brachte. Gott ist durch Jesus Christus Mensch geworden und in unsere Welt gekommen, in der viel Dunkelheit und Sünde ist, um allen Menschen durch Licht, Liebe, Frieden und Versöhnung seine Erlösung zu bringen. Im Zeichen seiner Liebe sollen sich alle Menschen die Hand reichen, füreinander da sein und ihren Nächsten lieben wie sich selbst.

Wer liebt, sieht nicht auf den anderen herab, sondern nimmt ihn an, wie er ist. Er erfreut sich selbst an jeder Kleinigkeit, an jeder Blüte, die um ihn herum ist, an seiner Gesundheit und nimmt es an als das größte Geschenk auf Erden. Er wendet sich zu keinem Zeitpunkt ab von seinen Mitmenschen, sondern teilt ihre Freuden und Sorgen und leistet ihnen Beistand, wenn sie seiner bedürfen. Wer liebt, lässt sich nicht durch Enttäuschungen entmutigen, sondern blickt stets mit Hoffnung zu dem Weg des Lebens. Denn wer hofft, ist auf dem Weg zu Gott. Sein Mut und seine Ausdauer werden ihn eines Tages an sein Ziel bringen.

In vielen Familien ist es Brauch, vor der Bescherung eine kurze Geschichte oder ein Gedicht zu verlesen.

Und dass Weihnachten ein Fest der Erlösung ist, wird ganz besonders in dieser „Kleinen Weihnachtsgeschichte“ deutlich. Und diese wunderschöne Weihnachtsgeschichte für Jung und Alt möchten wir Ihnen heute ganz besonders ans Herz legen.

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Eine kleine Weihnachtsgeschichte…

Es war Winter, als sich dieses bewegende Ereignis zutrug. Außer den Tannen, die das ganze Jahr über ihre Nadeln trugen, hatten alle anderen Bäume ihre Blätter verloren und bestanden nur noch aus knorrigen Ästen. Der eiskalte Wind, besonders in den Nächten, wirbelte den leichten Schnee wie Windhosen umher und pfiff laut durch den kahlen Wald.

Fern von den Städten lag dieser Wald in der geheimnisvollen Welt der Natur, weit weg von den vielen Menschen in den Städten. Fast alle von ihnen würden jetzt in wenigen Tagen mit ihren Familien und Freunden diese Zeit im Winter feiern, nämlich die Weihnachtszeit. Für manche ist sie ein Fest der Freude, da es ja stets Geschenke gibt, vor allem für die Kinder. Für sie ist Weihnachten etwas Geheimnisvolles und Wundervolles zugleich. Kinder freuen sich am meisten darauf. Für andere ist es eine traurige Zeit, die an verlorene Menschen denken lässt und schon eigentlich längst vergessene Erinnerungen weckt. Diejenigen, meistens die Erwachsenen, glauben daher gewöhnlich nicht an Wunder in der Weihnachtszeit oder einfach an etwas Wunderbares…

In dieser Zeit in dem verschneiten Wald standen zwei einzelne Häuser. Man sollte es nicht für möglich halten, mitten im Wald hatten sie sich niedergelassen. Dieser Ort hatte ihnen am besten gefallen wegen seiner Einzigartigkeit. Außerdem hatte man hier die besten Chancen, Urlauber anzulocken, und dies zu jeder Jahreszeit. Viele waren ja froh, wenn sie endlich einmal die Möglichkeit hatten, für einige Zeit aus der Stadt zu kommen. Darauf freuten sich jedes Mal die beiden Häuser. Obwohl sie sich beide für den gleichen Ort entschieden hatten, der sie damals angezogen hatte, unterschieden sie sich ansonsten von Kopf bis Fuß. Das eine Haus war groß, ein richtiger Neubau mit viel Komfort, sehr bunt und stets gut gelaunt, da es oft besucht wurde. Das andere Haus war dagegen klein und nach altem, herkömmlichen Stil errichtet, nur mit einem öden grau-braun Ton versehen und wirkte schon etwas wackelig auf den Beinen. Es war von einem ganz anderen Charakter als der Neubau. Es dachte oft nach, da es öfter allein war, und seine Stimmung war nicht immer so gut. Der Neubau war hingegen sehr von sich eingenommen, nutzte immer jede Gelegenheit, um dem kleinen Haus ein auszuwischen, wenn es immer so hochprahlend von seinen ganzen Besuchen erzählte und sich über das alte Haus lustig machte, das ja niemand besuchen wollte, weil es alt und hässlich war.

Zwei Tage vor Weihnachten, nachdem sich die nächste Familie bei ihm angekündigt hatte, war es wieder besonders schlimm mit dem großen Haus.

„Siehst Du, ich sagte Dir doch, an Deiner Stelle wäre ich erst gar nicht hierher gekommen. Du alte Schabracke hast doch gegen mich gar keine Chance. Wer sollte schon an Deinem alten Gemäuer Gefallen finden? An all Deinen Ecken steigt doch schon der Modergeruch hoch. Du solltest Dir ein Beispiel an mir nehmen. Ich bin viel schöner als Du, bunter, lustiger, und das merken die Leute. Du dagegen bist alt und hässlich. Damit schreckst Du nur jeden ab!“

Das kleine Haus seufzte entmutigt. „Vielleicht kann ich ja eines Tages werden wie Du.“   

Das große, eingebildete Haus lachte. „Du? Du solltest Dich lieber hier dünn machen. Dein Bildnis ist für meine Besucher nur abträglich.“

„Das stimmt nicht. Ich habe nie jemanden vergrault. Vielleicht habe ich auch noch irgendwann Glück..“

„Lächerlich! So ein kleiner, veralteter Jammerlappen wie Du. Sei froh, wenn Dich hier kein Bagger erwischt, denn der würde so ein altes Ding wie Dich auf der Stelle abreißen.“

Das kleine Häuslein zog den Kopf ein. Diese Worte des neuen Hauses trafen es jedes Mal hart. Es wurde traurig und verlor auch noch den letzten Funken Hoffnung in sich, dass es vielleicht eines Tages doch jemandem gefallen könnte.

Die nächsten zwei Tage wurden noch schlimmer. Es kamen weitere Besucher zum neuen Haus. Eine Familie war von der besonders vornehmen Sorte. Das nutzte das eingebildete Haus natürlich sofort aus, um wieder über das alte, kleine Haus zu lästern. Es verlachte und verspottete es, immer lauter und schriller. Es hatte einen sehr schlechten Charakter. Das alte Haus dagegen wäre niemals auf den Gedanken gekommen, dem neuen Haus so missgönnend gesinnt zu sein. Es war nicht einmal eifersüchtig auf den Besuch des neuen Hauses. Das kleine Haus wollte nur auch einmal gemocht und besucht werden. Es hätte alles dafür gegeben, wenn es nur jemand einmal angeschaut hätte. Doch die Lästerungen und abfälligen Äußerungen des großen Neubaus stimmten es immer trauriger und verzweifelter. Als es in einer Nacht in diesem Winter anfing zu schneien, fühlte es sich völlig verloren und begann zu weinen. Die Tränen rollten über das Dach und die alten Fenster und froren schnell ein bei dieser Kälte, doch das war ihm alles gleichgültig. Es wollte einfach nicht mehr sein und schnell dahingehen. Am liebsten hätte es sich jetzt einen Bagger in diesem Wald gewünscht, der seinem Leiden ein Ende gesetzt hätte. Warum kam nur kein Bagger hierher? Das kleine Haus weinte immer mehr. Seine Tränen rollten bis zu dem neuen Haus und gefroren dort.

„Pass doch auf mit Deinem Abwasser! Jetzt muss ich wieder zusehen, wie ich dieses Träneneis wegkriege, denn sonst hauen mir noch meine Besucher ab, wenn sie das sehen.“

Aber das kleine Haus hörte nicht auf zu weinen. Es weinte und weinte, Tage und Nächte lang und sah immer schlechter aus. Es ließ sein Dach und die Wände hängen, war völlig verzweifelt und hoffte nur noch auf einen erlösenden Sturm, der es abriss…. 

Am dritten Tag ging die Sonne auf. Sie ließ den Schnee glänzen wie winzige Sternchen im Sonnenlicht. Der Tag kam herein. Es war ein besonderer Tag an diesem dritten Weihnachtstag. Das neue Haus schlief. Es war nach seinen gestrigen Besuchern noch ziemlich mitgenommen. Das kleine, alte Haus kauerte schon fast ganz am Boden. Es schien von kaum mehr etwas Notiz zu nehmen. Plötzlich kam ein Auto herangefahren. Das neue Haus schlief immer noch. Es hielt direkt vor dem alten, kleinen Haus. Aus dem Auto stieg ein junges Ehepaar aus.

„Das ist es?“

„Ja, Liebling. Gefällt es Dir?“

„Du weißt, ich habe immer eine besondere Vorliebe für alte herkömmliche Häuser gehabt….“ 

Das kleine Haus sah auf. Es traute seinen Augen nicht. Die beiden meinten es tatsächlich. Sie waren zielstrebig hierher gekommen, um gleich vor ihm Halt zu machen. Sie wollten wirklich zu dem kleinen Haus. Es erhob sich auf der Stelle, versuchte, das Dach nicht mehr so hängen zu lassen und etwas besser auszusehen, als es sich noch fühlte.

„O, ich bin begeistert, Schatz. Es ist genau das Richtige.“

„Das freut mich, Liebling. Dann ist meine Überraschung gelungen.“

„Überraschung? Du meinst, das ist mein Weihnachtsgeschenk?“

„So ist es.“

Das kleine Haus sah, wie sich die junge Frau wandte vor Glück und den Mann herzhaft umarmte. Es begann sich ebenfalls zu freuen. Jetzt erst begriff es, was das bedeutete. Es würde jetzt niemals mehr alleine sein, sondern feste Besitzer für das ganze Leben haben.

Das große, neue Haus erwachte. Die lauten Stimmen und das Geräusch des Autos hatten es wach gemacht. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Diese beiden vornehmen Leute mit dem schmucken Wagen waren doch tatsächlich an ihm vorbeigefahren und standen bei dem alten Haus.

„Die werden sich jetzt einen Vorgeschmack für ihre Gruselstory bei Dir holen, altes Gemäuer,“ höhnte es wieder.

„Ich glaube, diesmal liegst Du falsch.“

„Was soll das heißen?“

„Sie wollen mich kaufen.“

„WAS???“

Das neue Haus hörte sofort aufmerksam dem Paar zu und vernahm dann, wie sie tatsächlich Kaufpläne für das kleine, alte Haus schmiedeten. Sie wollten es sofort kaufen und dort wohnen. Das konnte doch nicht wahr sein. Warum konnte ihm so etwas nicht passieren? Das neue Haus fluchte und ärgerte sich. Es schrie so laut, dass es sich damit noch selbst seine Besucher vergraulte. Es konnte gar nicht mehr aufhören, sich zu ärgern und die Haare zu raufen.

Das kleine, alte Häuslein war glücklich. Es hatte nicht nur endlich jemandem gefallen, nein, vielmehr noch: Es hatte Menschen für ein ganzes Leben gefunden, für die es jetzt behutsam in seinem Haus sorgen und sie mit seinen Wänden wärmen konnte. Dieses Glück an diesem Weihnachtstag stimmt das kleine Haus so fröhlich, dass es die ganze Zeit sang. Verschiedene Lieder fielen ihm auf einmal ein, und es hatte so gute Laune wie noch nie.

„Ich glaube, dieses Haus ist etwas Besonderes, Liebling. Schau, es scheint uns zufrieden anzusehen.“

„Ja, ich mag es jetzt schon.“

Und das alte Haus sang weiter und weiter…..   

So war die winterlichte Weihnachtszeit auch diesmal eine Zeit der Erlösung, denn das Glück wird denjenigen zuteil, die an ihrem Glauben festhalten. Und oft ist es so, dass wir am Rande eines besonders tiefen Abgrundes im Leben von Trauer und Hoffnungslosigkeit geschlagen vergessen, dass sich in diesem Augenblick ein neues Tor für uns öffnet. Es ist der Beginn eines neuen Abschnitts, der uns neues Leben schenkt und uns wieder Hoffnung schöpfen lässt.

 

© Donitatis - Autor: Elisabeth Reuter